Neue S7A-Option: Digitale Signale mit Zeitstempel

Mit der Version 7.40 Build 105 wurde eine neue Funktion in den S7A-Treiber eingefügt, die es Ihnen erlaubt bis zu 4096 digitale Signale inklusive Zeitstempel von der SPS zu Ihrer Client-Applikation (iFIX, iHistorian oder OPC-Client) zu übertragen.

Das Problem:

Beim regulären pollen der SPS-Daten durch den Treiber wird der Zeitstempel durch das SCADA-System bzw. den I/O-Treiber erzeugt. Durch die Verzögerungen bei der Kommunikation und durch die festen Polling-Zykluszeiten repäsentiert dieser Zeitstempel nicht die tatsächliche (absolute) Zeit des Ereignisses. Außerdem können sich schnell ändernde Signalzustände beim Polling-Verfahren nicht vollständig und sicher erfaßt werden, was auf dem SCADA/MES-System zu einer lückenhaften Signal-Historie führt.

Die Lösung:

Mit der neuen S7A-Option “Digitale Signale” ist es jetzt möglich digitale Ereignisse mit deren SPS-Zeitstempel zum SCADA/MES-System zu übertragen. Durch die Pufferung der Signale in einen FIFO (First-in-first-out) Puffer in der SPS können auch sehr schnell auftretende Signalwechsel erfaßt werden, ohne dass Informationen verloren gehen.  Auch durch langsame Kommunikationsverbindungen und/oder Kommunikationsunterbrechungen gehen keine Ereignisse verloren, das diese in dem FIFO-Puffer zwischengespreichert werden.

Die Übertragung der Signale und deren Zeitstempel von der SPS zum S7A-Treiber erfolgt über einen sog. Transfer-Puffer dynamischer Länge. D.h. der S7A-Treiber pollt zyklisch ein Handshake-Byte, welches von der SPS nur dann gesetzt wird, wenn neue Daten im Transfer-Puffer zur Abholung bereit stehen. Der S7A-Treiber ließt dann nur die Anzahl Bytes aus dem Puffer, wie aktuell zur Abholung anstehen. Redundante Informationen wie etwa gleiche Zeitstempel mehrer Signale werden durch eine optmierte Codierung der Daten vermieden. Durch diese Art der Übertragung wird die benötigte Datenübertragungsbandbreite auf ein Minimum reduziert. Auch eine große Anzahl von digitalen Signalen kan somit über einen relativ kleinen Puffer (Datenblock) übertragen werden.

Das folgende Bild zeigt einen Überblick über diese neue Treiberfunktion:

Eine vollständige Beschreibung dieser Funktion können Sie sich hier herunterladen.

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